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Vienna City Marathon 2018

Vienna City Marathon am 22.4.2018

0-5km:

Michel Haase

Für mich ein besonderer Start, da ich erst tags zuvor den Belgrad Marathon erfolgreich überstanden hatte. Wien wird daher immer als „Doppelter“ in Erinnerung bleiben. Ich fühlte mich gut, der Body war ok, mein Verstand sowieso (wenn das ein Läufer überhaupt von sich sagen kann). Gestern nach dem Marathon hatte ich Pasta Party in Belgrad bei meinen Freunden, den Samardjiazs J, dann Flug und Landung um 20:30. Direkt mit Koffer und Zeugs ins Pub zum Carboloading mit Burger und 1 Beer. Soooo kaputt danach, dann in 5 min zuhause und Beine prepariert mit Eisgel und Muskelgel. – Hab dann über Nacht so geschwitzt und dann um 4:30 aufgestanden!!! Rocky Balboa eingelegt und gepusht mit 2 Marmelade-toasts. War total darauf. Dann um 8Uhr all die Freunde von den Wienerwaldschnecken getroffen. Sie haben mir es leicht gemacht. Jeder fragte: Wie geht’s? Ich musste nur lachen. Ich war schon im Tunnel und eigentlich auf der Strecke. War so aufgeregt.Dann ging es los um 09:30. Block 3. Mir wurde ein wenig schlecht, da es jetzt um alles ging. Dann der Start. Mir wurde bewusst, was ich hier mache. In dem Augenblick kurz vor dem Start, ich lachte nur. Alles war wie in dem Traum den ich hatte. Du lebst den Traum dachte ich! Wahnsinniges Gefühl, bevor es überhaupt losging. Dann der Start. Ich wollte langsam beginnen, aber es wurde immer schneller auf der Brücke. Nach 1-2 km sagt ich mir: Gib alles, Lauf einfach und genieß es – und es wurde schnell in den erst 5km. Die Zuschauer haben gelacht und angefeuert. Einfach ein geniales Feeling den Start zu erleben. Nach 5km war ich sicher. Ich schaffe das, auch wenn es hart wird, aber der Wille war da. Wahnsinn. Im Prater war es ein Megageniales Erlebnis – die Musik und die Zuschauer peitschen einen nur nach vorne. Ich war nur am Lachen und am Gas geben. Es war genial.

km 5-10: Pater Kosmas Lars Thielmann

„Im Prater blühen wieder die Bäume, …“ – aber zum Glück habe ich vor dem Start gesprayt. Die Welle über die Reichsbrücke war eindrucksvoll. Nach der Kurve um den Praterstern nun endlich im Pace. Das Feld beginnt sich zu entzerren. Wohltuend der Schatten der Hauptallee. Jetzt sind wir aber schon abgebogen Richtung Donaukanal. Auf der Schüttelstrasse wieder die Sonne. Die Zuschauer sensationell. Die Stimmung großartig. Über den Ring zur Sezession. Die Wasserstationen sind überlaufen. Aber der Durst nun einmal groß. Wasser!!!

km 10-15: Florian Linder

Die km 10-15 waren vielleicht die heißesten des ganzen Rennens. Die Strecke verläuft hier durch die Wienzeile, auch genannt das „Death Valley“ des Vienna City Marathon. Der Beton reflektierte hier die Hitze wie sonst nirgends, kein Lüftchen regte sich und es gab keinen Tropfen Wasser (außer einer unbesetzten Wasserstelle mit einer langen Schlange davor). Ich war heilfroh, als ich die Verpflegungsstelle bei km 15 erreichte; von dort an ging es wieder aufwärts…

km 15-20: Thomas Pundy

Endlich die Verpflegungsstelle beim Samariterbund auf der Wienzeile – endlich Wasser! – Es ist unglaublich heiß, der Puls ist auf Zielsprintniveau und die Beine fühlen sich jetzt schon so schwer an, wie sie sich eigentlich erst am Ende der Prater-Hauptallee anfühlen sollten. 1 Becher Wasser und 1 Becher blaues Zeugs (bei einigen auch unter dem Namen Schlumpflulu bekannt ;-)) habe ich mir schnappen können. Erst nachdem ich beide Becher ausgetrunken habe komme ich drauf, dass ich hier eigentlich immer eine halbe Banane gegessen habe – total vergessen – ich in schon den ganzen Tag nicht richtig fokussiert. Also habe ich doch das Beeren-Gel, das ich mir noch kurz vor dem Start aus dem bereits abgegebenen Wäschesackerl geholt und in die Hose gesteckt habe, in mich hineingepresst. Zum Glück habe ich einen Schluck Wasser von der Wienerwaldschnecke Michi, mit dem ich mich bereits seit dem Ring bis nach Schönbrunn gequält habe, bekommen, um das packsüße Gel hinunterzuspülen. Mittlerweile sind wir auf der Mariahilferstraße angekommen, aber die erhoffte Erholung am Weg bergab in die Innenstadt stellt sich leider überhaupt nicht ein – der Puls bleibt in schwindelerregenden Höhen und die Beine bleiben schwer. Immer stärker spüre ich auch meinen rechten Knöchel und da es mir auf Grund der Hitze gar nicht gut geht beginne ich ernsthaft über einen Ausstieg beim HM nachzudenken. Michi hat bereits nach dem Westbahnhof zum Zielsprint angesetzt und ich bin mir bis wenige Meter vor der Streckenteilung nicht sicher, ob der Marathon heute eine besonders gute Idee ist. Aber zum HM abzubiegen wäre eine Niederlage – also nach links einreihen und weiter auf der Zweierlinie mit den vielen weiteren Verrückten, die sich heute die volle Distanz geben.

km 20-25: Harald Radatz

Km 20, ich bin 10 Sekunden hinter meiner bereits hitzekorrigierten Marschroute, habe mich aber die schattige Mariahilferstraße hinunter wieder ein bisschen erholen können. Genau hier erfolgt die Trennung von den Halbmarathonläufern, und es wird schlagartig ruhig und einsam. Es folgen die traditionell schnellsten 5km des VCM, es geht kontinuierlich leicht bergab. An guten Tagen holt man hier einiges an Zeit heraus, an Schlechten schafft man es das letzte Mal, sein Tempo zu halten. Im Gänsemarsch geht es am Gehsteig die Zweierlinie entlang, alle Läufer versuchen, wo es geht die direkte Sonne zu meiden. Die 4spurige Straße bleibt komplett leer. Vorbei an der zweiten Staffelübergabe, wo gut 3000 Menschen noch einmal für einen kurzen Motivationsschub sorgen, spüre ich jetzt wieder deutlich, dass es heute noch ein steiniger Weg bis ins Ziel wird. Noch schaffe ich es, meine Pace zu halten, aber wie lange noch…?

km 25-30: Reinhard Spiesberger

Den Schnitt von 5 min/km kann dem Donaukanal entlang noch gut gehalten werden, eine neue PB ist aber ohnedies schon lange abgehackt. Immer wieder den Schatten suchend geht es Richtung Prater. Die Prater Hauptallee ist von den unzähligen LCC – Läufen wohlbekannt, es gibt Schatten und ich freue mich auf meine Frau Marlies, die mich bei Stadion anfeuert. Trotz der Hitze ist es immer wieder schön, mitten in Wien, im Grünen zu laufen.

30-35 km: Alexander Hablecker

Normalerweise breche ich bei Kilometer 30 – 35 in der Prater Hauptallee regelmäßig, weinend zusammen. Da dies mein 22. Wienmarathon war, haben sich meine Tränenspuren bereits in den Asphalt gebrannt. Da ich aber den diesjährigen Marathon in gemütlichster Plaudergeschwindigkeit begonnen habe, konnte diesen Abschnitt erstmalig richtig wahrnehmen und genießen.

km 35-40: Cordula Kühn

Prater Hauptallee – ungefähr alles tut schon ziemlich weh…. den Tipp von Traildog Ed im Kopf….“Schau immer nur bis zum nächsten Baum oder auf den Boden und nie nach vorne“. Genau das habe ich gemacht und gewusst, wenn ich jetzt noch stehen bleibe, komme ich nicht mehr weg…… also weiterlaufen, weiterlaufen, weiterlaufen…. Auf dem Ring das erste Mal der Gedanke….ich schaffe es wirklich….mein großer Traum geht in Erfüllung. Oft in den Himmel geschaut und an meinen Papa gedacht, so dankbar meine besten Freunde zu haben die mich so sehr bei meinem Traum unterstützt haben! Noch drei Wochen davor dachte ich das ganze Jahr pausieren zu müssen.

Zieleinlauf:

Harald Radatz (3:09:08)

Endlich zurück am Ring, endlich bei Km 40. Meine Schwester wartet hier auf mich, versorgt mich mit einer Wasserflasche und feuert mich an, darauf reagieren kann ich mittlerweile nicht mehr. Seit ca. 3 km ist der Ofen aus, ich versuche nur mehr irgendwie in Bewegung zu bleiben.Kurze Hochrechnung der möglichen Zielzeit, 3:07 würde mir noch fehlen in meiner Sammlung, geht sich aber definitiv nicht mehr aus. Also egal, stressfrei ins Ziel ist die Devise. Bei km 41,5 ist meine Musik-Playlist zu Ende, jetzt sollte ich spätestens im Ziel sein. Sie beginnt wieder von vorne, mit „Tage wie diese“ von den Toten Hosen; ich tanze zwar nicht mehr vor Freude über den Asphalt, komme aber doch recht zufrieden über die Ziellinie meines 35. Marathons. Es folgt der schönste Moment jedes Laufes: Endlich stehen bleiben zu dürfen.

Reinhard Spiesberger (3:44:55)

Schon seit Kilometer 32 geht überhaupt nichts mehr, jetzt sind es aber nur noch 2 Kilometer bis zum Ziel. An der letzten Labstation habe ich mich noch einmal ordentlich abgekühlt und ein paar Schlucke getrunken. Am Stadtpark vorbei, Karlsplatz links liegen lassen, die Stimmung an der Oper genießen und dann sehe ich schon das Schild „nur noch 500 m“. Doch was ist das? Ein plötzlich einschießender Schmerz in der rechtes Wade zwingt mich genau bei dieser Tafel zum Stehen bleiben. Verflixt, so kurz vor dem Ziel einen Krampf. Beim Dehnen am Absperrgitter sagt mir der Blick auf die Uhr, das es höchste Eisenbahn zum weiter laufen ist um noch unter 3:45 ins Ziel zu kommen. Nachdem die ersten Schritte etwas holprig sind gebe ich noch einmal alles und komme mit 3:44:55 glücklich ins Ziel. Mein 10. Marathon ist abgehackt und beim gemütlichen Ausklang des Tages werden schon Pläne für den nächsten Event gemacht.

Florian Linder (3:46:49)

Die letzten beiden km hatte ich einfach nur das Ziel vor Augen und wurde immer schneller (soweit das noch ging). Kurz vor dem Ziel haben mich Andi und andere Schnecken auch noch angefeuert. Der Zieleinlauf war sicher der emotionalste Moment (neben km 30, wo mich meine Familie anfeuerte). Es war einfach ein tolles Erlebnis, bei meinem ersten Marathon zu finishen.

Cordula Kühn (4:16:02)

Ab km 40 war ich gedanklich ganz alleine mit meiner Freude und Stolz…..die Hände immer in der Höhe und mit einem Lächeln im Gesicht. Für mich bin ich ganz alleine über die Ziellinie gerannt…..ein unglaubliches Gefühl…..erst auf dem Zielfoto gesehen, dass neben mir auch andere Läufer waren.Dieses Ereignis werde ich niemals vergessen!!

Pater Kosmas Lars Tielman (4:18:12)

Die „35 km“-Tafel hatte ich doch eben schon gesehen. Aber das war auf dem Hinweg zum Lusthaus. Wusste gar nicht, dass der Prater SO groß ist (Deutscher!). Nur noch 7 km! Laufe nahezu jede Wasserstelle an. Immer mühsamer, danach wieder in die Gänge zu kommen. Jeder Schritt schmerzt. Nun spüre ich die Pollen deutlich. An km 37 muss ich Cordula ziehen lassen. Viel Glück! (sie kommt 2 Minuten vor mir gut ins Ziel: Glückwunsch!) Martin hatte sich zu uns gesellt. Mal vor uns, mal nach uns. Endlich im 3. Bezirk. Es nimmt kein Ende. Wann kommt der Ring?? Da, der Wienfluss … das erste Cola am Stubenring. Martin kurz vor mir. Klassische Musik aus den Boxen. Immer mehr Zuschauer. Die Anfeuerung tut gut. An der Staatsoper vorbei. Aber – wer hat beim Bau der Ringstraße diesen Berg da stehen lassen?!? Da vorne ist wieder Martin, er geht. „Komm, nur noch 1200 Meter!“ Er setzt sich wieder in Trab. Gemeinsam quälen wir uns zum Parlament herauf. Geschafft! Leichtes Gefälle. Vom Rathausplatz erste Partyklänge. Bald ist es vorbei. Allmählich wächst die Zuversicht: Finish! Wann kommt endlich das Ziel?? Nein, immer noch nicht – doch, jetzt, da vorne! Von hinten kommt eine rosa Frauenpartie: Zahnarztpraxis. Staffelläuferinnen? Egal. Martin und ich versuchen uns mit mäßigem Erfolg im Schlussspurt. Die letzten Meter. Gemeinsam laufen Martin und ich ins Ziel. Da warten sie schon mit den Finishermedaillen. Kopf hinhalten. Irres Gefühl. Uhr stoppen: 4:18:12 – Hitzeschlacht gewonnen! Meinen 2. Marathon gefinisht! Ganz langsam löst sich die Spannung. Riesenfreude: I got it! Durst! Hilfreiche Hände reichen Wasserflaschen. Trinken! Hole mir ein Jausensackerl und gehe ganz langsam weiter. Da, der Bierstand: da schmeckt ein alkoholfreies Weißbier wie Nektar und Ambrosia! Suche den LKW, um mich trockenzulegen. Selfie mit Medaille. Meine Hände sind schon wieder ganz ruhig, als ich Cordula zu unserem Erfolg zuproste. Wahnsinnsstimmung! Tolle Zuschauer! Feine Strecke, die Wien von der schönsten Seite zeigt.

Alexander Hablecker (4:20:39)

Auch wenn man den gesamten Marathon in „Schneckengeschwindigkeit“ zurückgelegt hat, muss man (und auch Frau) diesen Schlussabschnitt mit maximaler Geschwindigkeit beenden. Leider vergesse ich dabei immer die letzten 195m mit zu kalkulieren.Dadurch wird dieser Zieleinlauf für mich immer ein extremer Kampf gegen mich selbst.

Martin Mairhofer (4:21:12)

Bei ca. Kilometer 38 traf ich Cordula und Pater Kosmas bei einer Labestation. Es tat gut, ein paar motivierende Worte auszutauschen. Da es so heiß war, wartete ich auf eine freie Wasserleitung, um den Kopf abzukühlen und einen Becher Wasser zu trinken. Gemeinsam ging es weiter bis zu ca. Kilometer 40.  Ein Krampf im Oberschenkel zwang mich zu einer kurzen Pause. Angetrieben von motivierenden Rufen und Anfeuerungen der Zuschauer konnte ich meinen Lauf wieder fortsetzen und bei ca. Kilometer 41 traf ich Pater Kosmas wieder. Mit gegenseitigen, motivierenden Worten ging es gemeinsam in die Zielgerade. Die letzten 500 m: Meine Beine sagen schon seit langem sie wollen nicht mehr, jedoch durch meinen Kopf geht der Gedanke, nur mehr eine Runde im Stadion und ein paar extra Meter. Über die Lautsprecher hört man den Moderator, der die Zieleinläufe kommentiert. Gleich ist es geschafft nur noch wenige Meter und mit kirchlichem Beistand geht es über die Ziellinie. Geschafft, mein erster Wien Marathon.

Thomas Pundy (4:24:00)

Die Ringstraße hat mich wieder – und ich gehe dem Ziel entgegen – nicht erst seit Kurzem – schon seit dem Anfang der Hauptallee… Alexander von den Wienerwaldschnecken hat mich dankenswerterweise ein paar 100m bis zur letzten Verpflegungsstation kurz vor km 40 begleitet und wir haben nett geplaudert – so ist die Zeit deutlich schneller vergangen als auf den 10 km davor – danke nochmals dafür! – Jetzt sehe ich ihn nicht mehr – Laufen ist so viel schneller als Gehen – aber alle Versuche, vom Gehschritt wieder in einen vorsichtigen Laufschritt zu wechseln waren von Schmerzen begleitet und sind rasch wieder abgebrochen worden. Knapp vor km 41 meint dann plötzlich jemand neben mir, dass es laufend und gehend gleich weh tut, es laufend aber deutlich kürzer dauert – gutes Argument. Ich versuche wieder langsame Laufschritte zu machen und überraschenderweise geht es diesmal auch wirklich gut. Nach einigen vorsichtigen Metern fühlt es sich sogar wieder nach Laufen an und ich kann den letzten Kilometer im ursprünglich geplanten Renntempo laufen – sehr eigenartig, aber ich freue mich darüber. 300 Meter vor dem Ziel taucht dann mein Sohn neben mir am Ring auf und feuert mich an – ich freue mich irrsinnig darüber (vor allem, da ich überrascht bin, dass er so lange an der Strecke gewartet hat :-)) und beende meinen dreizehnten Marathon in der absolut langsamsten Zeit, die ich jemals für diese Distanz bei einem Marathon gebraucht habe. So richtig freuen kann ich mich nach dem Zieleinlauf nicht darüber – vielleicht kommt das aber auch noch.

Michael Haase (4:41:46)

Die letzten 2 km waren die Hölle und Glück auf Erden zugleich!! Ich fühlte mich so stark und vergaß alle Schmerzen J Diana, hatte mich ab km 30  unterstützt. Ohne Sie wäre es schwer geworden, aber ich fühlte alles! Jeden Muskel, das linke Knie schmerzte, mein Rücken war kaputt…  Ich wollte nur stehen bleiben und gleichzeitig Gas geben. Ich gab Gas, mein Herz schlug wie wild. Die Zuschauer haben geschrien und angefeuert. Ich war so im Rausch, dass ich nur noch 2km hatte, dass ich vergaß, was war davor. Ich gab einfach Gas und mein Körper gehorchte. Verstand war komplett weg. Cooles Gefühl. Wahnsinn. Runners High! Party pur!!! Mir wurde bewusst, was ich tat und war kurz vor einem Weinkrampf – Es war grandios – Gleichzeitig Lachen und Weinen, dann nur Schreien vor Glück! Die Zuschauer pushten ohne Ende und ich habe jeden Augenblick genossen. Kurz vor der Ziellinie hörte ich Andi und die anderen Schnecken – Wahnsinn, wie die laut waren. War sooooo happy und flog und flog… Pushte mich dann über die Ziellinie – Was für ein grandioses Finish – Es war wahnsinnig genial – Die Uhr stand bei unglaublichen 4:42Std. Ich hatte es geschafft. 2 Marathons in 2 Tagen. Crazy! Ich war so glücklich und kaputt. Nochmal bitte!

Günther Steiner (5:03:33)

Marianne und ich haben uns bei diesem Marathon zeitmäßig keinen Stress gemacht und zwischendurch auch wirklich gemütliche Pausen, auch mit dem einen oder anderen Bier, gemacht. Und bei km 39 sind wir bei einem Würstelstand vorbei gelaufen. Der Duft der uns da kurzfristig begleitet hat, war sehr verlockend. Letztendlich hat unser Sportsgeist gesiegt und wir sind weiter gelaufen. Was mich heute ein bisschen noch ärgert. Andererseits weiß ich nicht, wären wir dort eingekehrt, ob ich das Höllentempo das Marianne den letzten Kilometer eingeschlagen hat, mit einer Haaaßen und Bier im Bauch, mitgehen hätte können. Die Zeit war von vornherein 2. rangig, aber der Marathon war wieder einmal ein Erlebnis.

Marianne Opitz (5:03:33)

Nur noch 2 km. Meine Uhr sagt zwar, dass ich schon 41 km hinter mir habe, aber egal. Die schaffen wir auch noch. Die Beine sind schon soooo schwer, die Sonne brennt immer noch herunter, aber wir kämpfen weiter. Wir sind ja schon auf der Zielgerade! Endlich kommt das Schild km 41…. also noch 1 km (und ein bisserl was). Weiter. Der Zielbogen ist schon in Sicht. Die Zuschauer werden wieder mehr. Jemand schreit uns zu: Gut schaut´s aus! super! nur noch ein Stückerl!…. ja, eh nur noch ein bisserl. Endlich… die Markierung: nur noch 500 m. Schritte versuchen zu vergrößern…. noch nicht so viel – es ist ja noch 1/2 km! Markierung: nur noch 300 m – der Zielbogen ist in Reichweite. Die letzten Reserven aus sich herausquetschen. Endlich – der blaue Teppich – dh. nur noch ca. 30 m bis zum Ziel. Zielsprint…. ich reiße die Hände in die Höhe…. und endlich durch! 42 hart erkämpfte, dieses Jahr sehr warme, lange Straßenkilometer. Gänsehaut haben, glücklich sein, erledigt sein, sich auf´s Bier freuen, Emotion pur! CU next year!

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